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Kampfe genommen, ich haͤtte es aber auch nicht gethan, und wenn ich dadurch die vollkommenſte Niederlage Montfort's haͤtte herbei⸗ fuͤhren können; denn ſie waͤre doch nur ein Werk der Capituln und
des hochmuͤthigen Buͤrgers, der hinter uns geht, geweſen, und ich
haͤtte von Toulouſe nur wieder Beſitz genommen, um dem Parla⸗ mente der Gemeinde gehorchen zu muͤſſen. Aber um dieſen Preis mag ich meine Grafſchaften nicht. Zeigte ich alſo Strenge gegen Dich, ſo geſchah es, um von ihnen Gehorſam zu erlangen, und wenn jetzt beim Abſchiede mein Wort rauh klingt, und mein Aeuße⸗ res nur den Herrn zeigt, ſo darf das Dich nicht beleidigen, denn es ſoll nur den David täuſchen, den ich haſſe, aber brauche.“
„Aber das Kind?“ fragte Otho.
„Ich gehe nach Spanien, ich bin ein ſchwacher Greis, der Uebergang über die Pyrenaͤen iſt an manchen Stellen ſchwierig....
„Es ſei, gnädigſter Herr Graf,“ antwortete Otho⸗„lieber Ihr als ich.“
Unter dieſem Geſpraͤch waren ſich ans Thor gekommen, David Roaix trat heran und fragte, nach welcher Gegend ſie ſich wenden wollten, da nahm ihn der Graf bei Seite, und wie vorhin Otho's Ehrgeize, ſchmeichelte er dieſem mit den Worten:
„Wenn ich ihn nicht brauchte, hätte ich ihn laͤngſt Deinem Schwerte uͤberlaſſen; aber Geduld, David, an uns nagt ein und derſelbe Kummer, und der Tag, wo ich meinen treuen Diener belohnen kann, ſoll mehr als eine Burg aus den Haͤnden der Edeln in die der Buͤrger bringen.“
Waͤhrend ſich der Graf mit dergleichen Worten von Einem zum Andern wendete, kamen ſie auf eine Anhoͤhe, von wo ſie bei den erſten Strahlen der aufgehenden Sonne Montfort's ganzes Heer überſehen konnten.
„Hier iſt es,“ ſprach der Graf laut zu Otho,„wo ich Dir meine letzten Befehle ertheilen will, erinnere Dich meiner Worte genau, wenn Du noch Beaucaire zu meinem Sohne kommſt. Ich befehle Raimund, daß er den Tag nach Deiner Ankunft diejenige,
welche ihm von Rom aus gefolgt iſt, dorthin zuruckſchickt. Sage
ihm, daß wenn die Gräfin Regina von Norwich einen Tag laͤnger


