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Die Eroberung von Toulouse : eine historische Novelle / von Frederic Soulié ; aus dem Französischen übertragen
Entstehung
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WII.

D⸗ Sonne war ſeit Otho's Weggange aus dem Schloſſe ſchon heraufgekommen, und beinahe eine halbe Stunde verfloſſen, als er

die Pforte erreichte, die er dem Herrn von Levis zu öffnen ver⸗

ſprochen. Als dieſe ſich endlich aufthat, trat Levis Otho mit den Worten:Ich fuͤrchtete ſchon ein neues Hinderniß, entgegen.

Euch iſt die Zeit gewiß nicht länger geworden, als mir, antwortete Terride,aber jetzt gebt mir das Kind, und nun be⸗ ſchuͤtze Gott einen Jeden auf ſeinen Wegen.

Waͤhrend die beiden Ritter dieſe Worte wechſelten, hatte Signis ſich durch Dorn und Geſtrüpp Bahn gebrochen und ängſt⸗ liche Blicke umhergeſendet.

Michael, rief ſie,wo iſt Michael?

Michael bedarf keines Schutzes, entgegnete Otho,iſt er nicht der vielgeliebte vorgezogene Sohn meines Vaters? Und viel⸗ leicht nimmt er jetzt ſchon aus den Haͤnden des ſterbenden Greiſes ſein Erbtheil.

Der Lieblingsſohn ſeines Vaters! Du biſt wahnſinnig, Otho, oder Du willſt Deinen Verrath unter dieſer ſchmachvollen Un⸗ wahrheit verbergen.

Zweifelſt Du an der Wahrheit, ſo brauchſt Du nur in das Schloß zuruͤckzukehren, das in dieſem Augenblick im Beſitze Deines Gatten oder Deines Geliebten ſein muß. Ich hatte Dir Michael's Leben verſprochen, aber es wußte der enterbte Sohn damals noch

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