Teil eines Werkes 
3. Band (1826)
Entstehung
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ſein leichter, mit Sammet uͤberzogener Deckel war bald zuruͤck geworfen, unter ihm aber ſchimmerte unter hellem, halb zerborſtenem Kryſtallglaſe, ein herrlich aufgeputztes Wachs⸗ bild, ſo ſchien es, hervor, ich trat näher, ich uͤberzeugte mich, daß es die ſchoͤn erhaltene Leiche ſei. Sichtlich ſchrak ich zuſammen, doch nicht aus Furcht, nein, aus Freude. „„Iſt das meine Mutter, Eugenie?““ wandte ich mich zu dem Alten und er nickte verſichernd mit den Augen.“

„Ach, ich wußte, daß es meine Mutter war, noch ehe ich die Beglaubigung daruͤber hatte!— Dieſes Bild war mir nicht fremd, es hatte verborgen in meiner Seele geruht; mir war die Geſtorbene ſo im Sarge vielleicht einmal im Traume erſchienen. Ich kniete am Sarge nieder, ich betrachtete dieſe ſanf⸗ ten Engelszuͤge, die an meiner Wiege gelaͤ⸗ chelt hatten und erſt, als mein Gemahl mich liebreich dazu aufforderte, verließ ich das Ge⸗ wolbe.“

„Ich bat, den Sarg noch nicht wieder zu bedecken, Graf Conſtantin ehrte mei⸗ nen innigen Wunſch, er befahl noch am ſel⸗ bigen Tage die Beſorgung zu einer gleich köſt⸗ lichen Glaskuppel uͤber dem Sarge, wodurch

Dritter Band. C