Teil eines Werkes 
3. Band (1826)
Entstehung
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raſcht, unvorbereitet, den Zwang lebhaft fuͤhlte, den man ihrer Jugend anlegte.

Der Graf haͤtte keine gluͤcklichere Minute waͤhlen koͤnnen, um einen klaren Blick in der Verlobten Gemuͤth zu thun; Joſephe ſtand vor ihm im ſtolzen Gefuͤhle ihres Werthes hin⸗ gebend, demuͤthig, kindlich, verſchämt; entzuͤckt ſah er, welch ein koͤnigliches Geſchenk er in ih

rer Perſon empfangen wuͤrde. Raſch war er

eingetreten, doch in der Mitte des Zimmers hielt er ſeine Schritte an, verwundert traf ſein heller Blick Joſephen, dann wandte ſich ſein Auge fragend zu Clotilden, als der ältern Frau; ſie errieth des Grafen Gedanken; Jo⸗ ſephen bei der Hand nehmend und ſie ſanft entgegen fuͤhrend, ſprach ſie ſich leicht vernei⸗ gend:Joſephe, Graͤſinn Caboga.

In der That, wahrhaftig, entſchuldigen Sie, meine Damen, ſtammelte der Gene⸗ ral, ſich tief verneigend;ich bin uͤberraſcht, ich taͤuſchte mich, indem ich ſo ungeſtuͤm eilte, einem theuern verwaiſten Kinde, deſſen Schick⸗ ſal mir von einem geliebten Verwandten ans Herz gelegt wurde, meine freundlichen Geſin⸗ nungen darzulegen; ich finde mich uͤberraſcht, ich erkenne meinen Fehltritt. Noch einmal, Com⸗ teſſe, wandte er ſich zu Joſephen,ent⸗