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I.
Di Zeit ſchwang ihre Fluͤgel; Leid und Freude verlebter Tage nahm ſie im Fluge mit; aber wenn ſie auch dem Auge die Thräne entnahm, vermochte ſie doch den Blicken die ſanfte Weh⸗ muth nicht wieder zu rauben, mit denen ſie verzagend einſt nach oben ſich gerichtet; wenn ſie auch des Schmerzens Wunde verband und heilte, die tiefe Narbe blieb doch ſichtbar, und ſchmerzte oftmals nach.—— So war es mit Joſephen; das fruh erlebte tiefe Herzeleid hatte ihrer, mit jedem Tage ſich herrlicher entfalten⸗ den Schone, ſeinen Staͤmpel aufgedruͤckt, hatte die ſtille Jungfrau noch ernſter gemacht, und die einfachen Beſchaͤftigungen des Kloſterlebens dienten nicht dazu, ihren Sinn nach Außen zu lenken.
Schon hatte ein neuer Lenz das Immergruͤn,
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