Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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nes Herzens; er ſonnte ſich ſelig in den Strah⸗ len ihrer Augen.

Doch Joſephe ſchien heute weniger wie je fuͤr ſeine Huldigungen Augen zu haben; eine ſeltſame Zerſtreuung hielt ſie gefangen. Sie ſenkte meiſtens, wie in innere Anſchauung be⸗ griſſen, die langen Wimpern herab, und um ihre Lippe ſchwebte dann ein ſuͤßes Lächeln.

Der Abend ſchwand und Adolar ſchied beklommen; wußte er, ob es nicht ein ewiger Abſchied war, den er jetzt nahm? Doch noch fuͤhlte er ſich leicht und wohl, keine Spur ver⸗ rieth das todtliche Gift, das er in ſeinen Adern verborgen waͤhnte. Sollte Sponini ſich einen Scherz erlaubt haben, dachte er auf dem Heim⸗ wege, meinen Muth zu erproben? ich weiß ja uͤberall kaum, ob der Tropfen, den ich getrun⸗ ken, dabſelbe Gift iſt, von dem Sponini einſt redete? Recht peinigend war ihm dieſer Zwei⸗ fel, und mit ſich ſelbſt im Streite ſchlummerte er ein. Schwer warf er am andern Morgen den Schlaf von ſich, und der erſte Schritt von ſeinem Lager uͤberzeugte ihn, daß eine auffallende Veraͤnderung mit ihm vorgegangen ſei: Eine ſeltſame Mattigkeit hatte ſeinen Koͤrper ergrif⸗ fen, wie in einem ſanften Nebel erſchienen ihm alle Gegenſtände; doch ſeine Gedanken waren