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auf die Erde. Er buͤckte ſich, es aufzuheben, und fand ein kleines Flacon von ſchwarz ge⸗ ſchliſſener Lawa, das am oberen Ende feſt ver⸗ ſiegelt war. Als er es aufmerkſam betrachtend dem Lichte naͤher hielt, ſah er einige Worte auf demſelben eingeſchliffen. Muͤhſam entzifferte er die feine Schrift, ſie lautete: Schlaftrunk fuͤr den unheilbar Kranken.— Das iſt Sponini's grauſame Wohlthat! ſchrie Adolar entſetzt; ha, du ſinſterer Geiſt meines Lebens, du reichſt mir Deine Geſchenke in einer verhaͤngnißvollen Stunde! Ja, mir Armem, un⸗ heilbar Krankem, mir iſt nicht anders zu helfen als durch den ewigen Schlummer!— Stille, mein Herz, ruhig, ihr brauſenden Sinne! ich will euch einwiegen, damit euer wildes Geſchrei mich nicht länger verfolge! Dir, Joſephe, trinke ich ein ewiges Liebesgluͤck zu!.. Mit verzweifelnder Luſt riß er jetzt das Siegel von der Giftphiole, ergriff den Weinbecher, welcher zum Nachttrunk gefuͤllt auf dem Tiſche ſtand, und ſchickte ſich an, die furchtbare That zu voll⸗ bringen.— Ein einziger dunkler Tropfen, ei⸗ nem ſchwarzen Todesloſe gleich, perlte in den Wein, miſchte ſich brauſend, aufgährend mit demſelben, und Adollar goß den truͤben Trank hinunter. Eine furchtbare Kaͤlte floß auf einige


