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So lebt er nun von einem Tage zum an⸗ dern hin, ſelbſt ſeine Bekannten ahnen nicht, wie arm er eigentlich iſt, fortwährend hat er in guten Häuſern Zutritt, und um die dazu nöthi⸗ gen kleinen Ausgaben an Spiel- und Trinkgeldern beſtreiten zu können, ſitzt er an den Tagen, wo er nirgends eingeladen iſt, oft bis tief in die Nacht, und verfertigt kuͤnſtliche Sachen aus Pferdehaar und feinen Perlen; ein kleiner Knabe läuft Tags damit umher, und ſcheinbar kauft er dieſem an beſuchten Orten oft ſeine eigene Ar⸗ beit ab, ſie ihm mit einigem Aufſehn ſehr groß⸗ muͤthig bezahlend; ich ſelbſt, ſprach der Auf⸗ wärter, war einmal Zeuge davon. Der Graſ dankte fur ſeine Erzaͤhlung und hieß ihn gehen. „O ſeltene Charakterftrke,“ rief gaver tief erſchuttert und wandte ſeine Blicke dem matt erleuchteten Fenſter zu;„armer alter Mann, ich beneidete dich einſt um ein reiches Gut; danke dem Himmel, daß ich es dir entriſſen. Mein iſt es jetzt; du biſt ein Bettler und doch viel⸗ leicht gluͤcklicher, als ich!“——
Eugenien verſchwieg der Graf indeß ſeine Entdeckungen, die ſo wenig fuͤr ihr krankes Ge⸗
muͤth taugten, doch in der Stille beſchaͤftigte er ſich damit, dem verarmten, einſt ſo reichen Mar⸗ quis eine kleine Entſchädigung fur die erlittenen


