Teil eines Werkes 
2. Band (1826)
Entstehung
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Dein Blick iſt ſtrafend, Schweſter, ſprach der Graf erſchuͤttert,aber dennoch wagt mein Auge dem Deinen zu begegnen. Du biſt der Schutzengel meines Kindes, o ſei auch der mei⸗ nige! Verſöhne jene Leidende, gib mir ihr Herz zuruͤck. Ich bin kein Suͤnder. Lodois kens Verfuͤhrer kannſt Du mich nennen, aber nicht ihr Verderber wollte ich ſeyn. Schwer buͤße ich, was mein heißes Blut verbrach, aber die Seele iſt rein von dieſer Schuld; und bei der Aſche unſerer Altern ſchwore ich laut: ſeit Eugenie mein Herz gewann, regten ſich nur Empſfindungen des Mitleids fuͤr das Mädchen in meiner Bruſt. Ein anderer toͤdtlicher Ver⸗ dacht fuͤllt noch meiner Gattinn Seele, die Ba⸗ roninn Jablonka, Clotilde, iſt der Gegen⸗ ſtand ihrer Eiferſucht; ſie, die treue Pflegerinn meines Kindes, zu welcher mich Dankbarkeit und Vaterliebe ziehen. Scham uͤber mein Vergehen ließ mich bis jetzt gegen Dich ſchwei⸗ gen; Furcht, durch meine öftern Beſuche bei meinem Adolar Eugeniens Verdacht zu er⸗ regen, ach, was fuͤrchtet ein boſes Bewußtſeyn nicht! hieß mich uͤber meine ofteren Reiſen zu Jablonka ſchweigen. Doch Alles ſcheint mei⸗ ner Gattinn verrathen und iſt ihr gewiß in einem falſchen Lichte dargeſtellt. Du, Cacilie, ſollſt