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Der Zufall hatte ihn fruͤher zum Zeugen der Zuſammenkunft des Grafen und Lodoiskens im Jagdſaale gemacht: ein boͤſes Mißtrauen uͤber die Treue des Grafen gegen ſeine Gat⸗ tinn, beſchlich von da an ſein Gemuͤth, wel— ches noch mehr durch deſſen öftere Abweſenhei— ten vom Schloſſe genaͤhrt wurde. Wenn es wirklich ſo war; war es denn nicht beſſer, wenn dieſe Ehe, aus der ſo wenig Gluͤck erbluhte, wieder getrennt werden koͤnnte? Er war der— jenige geweſen, welcher willig die Hand gebo⸗ ten hatte, dieſe Verbindung allzu raſch zu ſchlie⸗ ßen; lag ihm auch nicht jetzt die Pflicht ob, ſie wieder zu loͤſen?. Solche Gedanken flogen oft durch den Kopf des alten Mannes; deſſen Geiſteskraͤfte merklich abnahmen, und ihn Vie⸗ les aus einem verkehrten Geſichtspunkte anſe⸗ hen ließen. Dieſen Beobachtungen hingegeben, erhielt Sarackſor eines Morgens wichtige Briefe aus Wien an den Grafen Caboga, von denen er voraus wußte, daß ſie einer ſehr ſchnel⸗ len Beantwortung bedurften. Da der Graf nicht zu Hauſe war, ging er zu der Grafinn hinauf, ihr die Briefe einzuhaͤndigen, ſeiner Ge⸗ bieterinn Befehle erwartend und es ihr anheim ſtellend, ob er ſolche erbrechen duͤrfe.


