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über meinen erkünſtelten Zorn, und bat mich, um Gotteswillen ruhig zu ſeyn, mit der Bemerkung, ungeachtet wir großen Verluſt erlitten hätten, ſo ſey derſelbe doch nicht unerſetzlich; und wenn die Glücksgöttin heute ein böſes Geſicht mache, ſo können ſich viel⸗ leicht morgen die Falten ihres Geſichts wieder glätten. Ich nahm die Miene an, als ob ich mich bei ſeinen Bemerkungen zufrieden gäbe, pries ſeinen Gleichmuth, und verſprach, mein Unglück wie⸗ der gut zu machen. Er dagegen gab vor, mit meinem Benehmen ganz zufrieden zu ſeyn, und beſchwor mich, den Eingebungen mei⸗ nes eigenen Verſtandes zu folgen. Allein durch alle dieſe Redensar⸗ ten hindurch ſchimmerte die Herabſtimmung und der Mißmuth ſeines Innern, und ſein Geſicht wurde von dieſem Tage an merklich länger.
Fünfzigſtes Kapitel.
Ich wuͤnſche, mich an Melinda zu rächen; gehe Banter'n um ſeinen Bei⸗ ſtand an; er entwirft zu dieſem Zwecke einen Plan, der mit guͤnſtigem Erfolge ausgefuͤhrt wird; ich mache einen Angriff auf das Herz der Miß Gripewell; ſehe mich jedoch in meinen Erwartungen getaͤuſcht; ich werde daruͤber melancholiſch, und nehme zur Flaſche meine Zuflucht; ich erhalte ein Billet⸗Dour; gerathe in Entzuͤcken uͤber ſeinen Inhalt; ſehe mich in eine Intrigue verwickelt, von der ich glaubte, daß mein Gluͤck dadurch begruͤndet wuͤrde; meine Enttaͤuſchung ſchlägt mich nieder, und vertreibt
mir ieden Heirathsgedanken.
Unterdeſſen beſchäftigten mein Denken zwei Dinge vornehm⸗ lich, eine andere Geliebte mir zu ſuchen, und Rache an Melinda zu nehmen. In beiderlei Entwürfen ward ich wirkſam unter⸗ ſtützt von Billy Chatter, der bei den Damen ſich unentbehrlich ge⸗ macht hatte, daß er in allen Kränzchen ihnen die Herren aus⸗ wählte. An ihn wandte ich mich deßhalb, und bat ihn, mich in⸗ der nächſten Privat⸗Aſſemblee um eines Spaſſes willen, deſſen Bedeutung ich ihm ſpäter mittheilen wolle, eine Tänzerin von Be⸗ deutung vorzuführen. Billy, welcher Etwas von einem Zerwürf⸗


