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ich keine üblen Folgen daraus befürchtete, ſo ſchloß ich mich dem Bunde an, und weidete mich an Wagtails Angſt, der mit Thrä⸗ nen in den Augen die Geſellſchaft um ihren Schutz bat, indem er die Erklärung von ſich gab, er ſey an dem Verbrechen ſo unſchul⸗ dig, wie das Kind im Mutterleibe. Zugleich ließ er einen Wink fallen, daß die Natur ihn zur Begehung einer ſolchen Sünde un⸗ fähig gemacht habe.„Natur!“ rief die Dame,„in dem Falle gab es keine Natur; er wandte Beſchwörungen und Zaubermittel an, um mich meiner Unſchuld zu berauben; denn wie iſt es ſonſt zu erklären, daß ein Frauenzimmer den Bewerbungen dieſer Vogel⸗ ſcheuche Gehör ſchenkte? Waren dieſe Eulenaugen zum Liebäugeln geſchaffen; dieſe Aasfarbe zur Bewunderung, oder dieſer hufeiſen⸗ förmige Mund zum Küſſen? Nein! nein! Ihr verdanket Euer Glück Euren Liebestränken, Arzneien und Beſchwörungen, und keineswegs Euren natürlichen Talenten, die in jeder Hinſicht ge⸗ mein und verachtungswürdig find.“
Der Doctor glaubte nun, eine Gelegenheit gefunden zu haben, ſich mit Erfolg zu vertheidigen, und drückte gegen die Klägerin den Wunſch aus, ſie möchte ihm eine halbe Stunde Ruhe gönnen, binnen welcher Zeit er beweiſen wolle, daß es höchſt ungereimt ſey⸗ an die Kraft von Beſchwörungen zu glauben, da dieſelben nur eitle Träume, entſprungen aus Unwiſſenheit und Aberglauben, ſeyen. Er hielt demzufolge eine ſehr gelehrte Rede über das We⸗ ſen der Vorſtellungen, Kräfte und Selbſtſtändigkeit des Geiſtes, die Eigenſchaften ſtimulirender Arzneien, dem Unterſchiede zwiſchen einer Hinneigung zu Ausſchweifungen in der Liebe, welche viele Dummköpfe behaupten möchten, und einer, auf einen Gegenſtand ſich beſchränkenden Leidenſchaft, welche nur das Ergebniß von Ver⸗ ſtand und Nachdenken ſey, und ſchloß mit einer pathetiſchen Erinn⸗ rung an ſein Mißgeſchick ſich von der Rache einer Dame Lerfolgt zu ſehen, welche er niemals beleidigt, noch zupor geſehen hahe, und deren Geiſteskräfte pöchſt wahrſcheinlich dufch ihr unglüc jo


