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ich einmal irgendwo einen Beſuch machte. Eben war ich im Be⸗
griff nach Hauſe zurückzukehren, als ich einen Brief von meinem Vater erhielt, worin er mir meldete, daß, weil ich ſo unreſpect⸗ voll und niederträchtig gehandelt habe, ohne ſein Wiſſen und ſeine Erlaubniß einen Bettler zu heirathen, ein Schritt, durch den ſeine Familie herabgewürdigt und ſeine Pläne vernichtet würden, er mich dem unglücklichen Schickſal, das ich mir ſelbſt bereitet habe, überlaſſe, und mir verbiete, je wieder einen Fuß auf ſeine Schwelle zu ſetzen. Dieſer ſtrenge Urtheilsſpruch ward von mei⸗ ner Mutter beſtätigt, die in einer Nachſchrift mir zu verſtehen gab, ihre Gefühle ſeyen ganz in Uebereinſtimmung mit denen mei⸗ nes Vaters, und ich möchte mir die Mühe fernerer Bemühungen erſparen, denn ihre Entſchlüſſe ſeyen unabänderlich. Niedergeſchla⸗ gen durch mein Mißgeſchick, ließ ich eine Kutſche holen und mich darin zu meines Gatten Wohnung führen, wo ich denſelben, auf den Erſolg ſeines Schreibens harrend, antraf.
Ungeachtet er an meinen Blicken den Erfolg ſeiner Erklärung leicht abnehmen konnte, ſo las er doch mit großer Standhaftigkeit den erhaltenen Brief. Hierauf umarmte er mich mit einem Blicke voll Zärtlichkeit, den ich niemals vergeſſen werde, und ſprach: „Ich vermuthe, die gute Frau, Deine Mutter, hätte ſich die Mühe des letzten Theils ihrer Nachſchrift erſparen können. Gut, meine liebe Betty, Du mußt nun alle Gedanken an eine Kutſche fahren laſſen, bis ich das Commando eines Regiments erhalten kann.“
Während dieſes uneigennützige Benehmen von ſeiner Seite mich in Stand ſetzte, meinen Glückswechſel ruhiger zu ertragen, machte er mich ihm nur um ſo theurer, indem er mich von ſeinen un⸗ eigennützigen Abſichten auf meine Perſon überzeugte. Am darauf folgenden Tage ward ich in Geſellſchaft der Gattin eines andern Offiziers, der lange Zeit der Freund und Vertraute meines Gatten geweſen war, in einem Dorfe nahe bei London untergebracht, wo ſie auf die rührendſte Weiſe von uns Abſchied nahmen, nach Flan⸗


