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„Ja wohl, ſchwül!“ gab Morgan zur Antwort:„Gott weiß, es iſt heiß genug, wahrlich! wer ſeyd Ihr 2
„Da bin ich!“ erwiederte die Stimme; und ich erkannte ſie ſogleich für die meines ehrlichen Freundes Jack Rattlin, der auf mich zukam und mir mit großer Ruhe ſagte, am Ende ſey er doch gekappt worden, wobei er mir die Ueberreſte ſeiner durch ei⸗ nen Kartätſchenſchuß zerſchmetterten Hand vorwies. Ich bezeigte ihm meine aufrichtige Theilnahme über ſein Unglück, das er mit ſtandhaftem Muthe ertrug, indem er bemerkte, jeder Schuß habe ſeine Beſtimmung:„es ſey gut, daß es ihn nicht in den Kopf ge⸗ troffen habe; oder wenn dieß auch der Fall geweſen wäre, ſo würde er als braver Kerl für ſeinen König und ſein Vaterland geſtorben ſeyn. Der Tod ſey eine Schuld, welche Jedermann bezahlen müſſe, ob heute, ob morgen.“
Die Grundſätze dieſes Seephiloſophen gefielen mir ſehr, und erbauten mich nicht wenig, denn er hielt die Amputation ſeiner linken Hand ohne Zittern aus. Dieſe Operation wurde auf ſeine Bitte von mir vollzogen, nachdem Mackſhane, den man mit Mühe vermochte, ſein Haupt vom Verdeck emporzuheben, die Abnahme des Gliedes für nothwendig erklärt hatte.
Während ich mich damit beſchäftigte, den Stumpf zu verbin⸗ den, bat ich um Jack's Meinung über die Schlacht, worauf er den Kopf ſchüttelte und mir frei heraus ſagte, er glaube, wir würden nichts Gutes bewirken: denn warum? weil, anſtatt das Anker hart am Ufer auszuwerfen, wo wir es nur mit einer Seite von Bocca Chica zu thun gehabt hätten, wir den Hafen öffneten, und ſo uns dem ganzen Feuer des Feindes von ſeinen Schiffen und dem Fort St. Joſeph ſowohl, als von dem Caſtelle, das wir beſchießen wollten, preisgaben. Ueberdieß lagen wir in einer zu großen Entfernung von den Wällen, um ihnen Schaden zuzufü⸗ gen, und drei Viertheile unſeres Geſchützes kamen nicht an das Ziel; denn kaum verſtand Jemand an Bord die Richtung einer


