Teil eines Werkes 
2. Band, Roderich Random : Roman : 2. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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eine entgegengeſetzte Anſicht von dieſer Sache, und redete mich im Laden auf folgende Weiſe an:

Ach, mon pauvre Rodérique! ihr habt mehr von de véra⸗ cité, als von de prudence dok mein Weib und meine Tokder ſeyn diablement sage, und Monsieur le capitaine un fanfaron, pardieu!

Dieſer Lobſpruch auf ſeine Frau und Tochter war, obwohl er ihn ironiſch ausgeſprochen hatte, dennoch vollkommen gerecht; in⸗ dem nämlich die Eine der Sache Gawky's ſich annahm, erhielt ſie ſich einen honetten Miethmann, und die andere verſchaffte ſich einen Ehemann unter Umſtänden, wo ſie nothwendig einen brauchte. Da nämlich die junge Miß ſah, daß die Wirkungen ihres Einver⸗ ſtändniſſes mit O'Donnell immer offenkundiger würden, ſo wußte ſie ſich mit ſo günſtigem Erfolg in das Herz dieſes neuen Haus⸗ bewohners einzuniſten, daß ſie nach weniger als vierzehn Tagen, unter dem Vorwande, das Theater zu beſuchen, mit einander nach dem Fleet fuhren, wo ſie ſich trauen ließen; von da kehrten ſie in ein Bagnio zurück, um daſelbſt die Vermählung vollends zu feiern, und am folgenden Morgen kamen ſie nach Hauſe, wo ſie die El⸗ tern um ihren Segen baten.

Dieſe hielten es, trotz der Eile, womit die Ehe geſchloſſen worden, in ihrer Weisheit nicht für rathſam, ihre Zuſtimmung zu verweigern; denn dem Apotheker geſtel es gar ſehr, daß ſeine Tochter einen jungen Mann mit guten Ausſichten bekam, der in Betreff des Heirathsgutes noch keine Sylbe hatte verlauten laſſen; und ſeiner Frau war es äußerſt angenehm, einer Nebenbuhlerin bei ihren Liebhabern und einer Aufpaſſerin bei ihren kleinen Zer⸗ ſtreuungen los zu werden. Auch ich hatte einigen Genuß bei der Sache, wenn ich die Rache bedachte, welche ich, ohne es zu wiſſen, an meinem Feinde dadurch genommen hatte, daß ich ihn zum

Voraus zum Hahnrei ſtempelte: träumte indeſſen nicht das Min⸗

Smollet's Romane. I. 5 3