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derte hierauf:„ich würde ihm ſogleich zur Ader laſſen.“„Wie!“ ſagte er,„„ehe Ihr ſeinen Arm aufgeſtreift hättet?“ Doch da dieſer witzige Einfall nicht den gewünſchten Erfolg hatte, ſo wies er mich an den zunächſt ſitzenden Herrn, der mit anmaßender Miene an mich die Frage richtete, welche Heilungsmethode ich bei innerlichen Wunden befolgen würde. Ich gab dieſelbe ſo an, wie die beſten chirurgiſchen Werke ſie enthalten. Er hörte bis an's Ende zu, und ſagte hierauf mit hochmüthigem Lächeln:„und Ihr glaubt wirklich, daß bei ſolcher Behandlung der Patient wieder geſund werden könne?“ Ich erwiederte ihm hierauf, ich ſähe nicht ein, wie man die Krankheit anders zu behandeln hätte. „Das iſt wohl möglich,“ gab er zur Antwort,„ich möchte für Eure Vorſicht auch nicht einſtehen; aber hörtet Ihr je, daß ein Fall dieſer Art gelang?“ Ich verneinte es, und wollte fortfahren zu ſagen, daſi ich niemals eine innerliche Wunde geſehen habe: aber er verhinderte mich daran, indem er ſchnell ſagte:„und werdet es auch nie. Ich behaupte, daß alle innerlichen Wun⸗ den, groß oder klein, den Tod herbeiführen.“—„Mit Erlaubniß, Herr Amtsbruder!“ ſagte der fette Herr,„es giebt ſehr gute Autvritäten.“— Hier unterbrach ihn ein anderer mit den Worten: „Herr! entſchuldigt mich, ich verachte eine jede Autorität. Nullius in verba. Ich fuße auf mir ſelbſt.“—„Doch, mein Herr, mein Herr!“ entgegnete ſein Widerpart,„der Grund der Sache be⸗ weist—“„Was Grund!“ ſchrie dieſes ſelbſtzufriedene Mitglied: „ich verlache jeden Grund; gebt mir augenfälligen Beweis.“— Der feiſte Herr fing an, warm zu werden, und bemerkte, Nie⸗ mand, der mit der Anatomie der menſchlichen Körpertheile vertraut ſei, wage ſolch eine unſinnige Behauptung. Dieſes inuendo machte den Andern ſo wüthend, daß er aufſprang und wüthend ausrief:„wie, Herr! bezweifelt Ihr meine Kenntniſſe in der Anaiomie?“ Unterdeſſen hatten alle Examinatoren der Meinung des Einen oder des Andern der Streitenden ſich angeſchloſſen, und


