Teil eines Werkes 
1. Band, Roderich Random : Roman : 1. Band (1839) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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mich einen Weber oder Schuhmacher hätten werden laſſen, aber ihr Hochmuth wolle mich, vermuth' er, um jeden Preis zu einem Gentleman machen, und doch könne ihre Armuth mir nicht die nöthige Erziehung ſchaffen.

Dieſe Einleitung war gar nicht geeignet, mir meinen Muth wieder zu geben, ſondern ſie hatte im Gegentheile ſolche Wirkung auf mich, daß ich kaum aufrecht ſtehen konnte. Dies bemerkte ein dicker Herr, welcher mir, mit einem Schädel vor ſich, gegenüber ſaß, und ſagte, Herr Snarler ſei gegen den jungen Mann zu ſtreng; worauf er ſich zu mir wandte, und ſagte: ich dürfe mich nicht fürchten, denn Niemand würde mir Etwas zu Leide thun. Hierauf hieß er mich, meinen Geiſt zu ſammeln, prüfte mich dann in der Operation des Trepanirens, und bezeigte ſich mit meinen Antworten zufrieden. Die nächſte Perſon, welche mich prüfte, war ein Spaßvogel, der mit der Frage begann, ob ich ſchon eine Overation vorgenommen habe? Als ich bejahend antwortete, ſo ſchüttelte er den Kopf und ſagte:wie, vermuthlich am Kadaver? Wenn, fuhr er fort,während eines Seegefechts Jemand mit weggeſchoſſenem Kopfe zu Euch gebracht würde, wie benähmet Ihr Euch hiebei? Nach einigem Nachdenken ſagte ich, ſolch ein Fall fei mir noch nie vorgekommen; auch entſinne ich mich nicht, daß in den Handbüchern über Wundarzneikunde, welche ich durchge⸗ leſen habe, für einen ähnlichen Fall eine Heilungsmethode vorge⸗ ſchlagen werde. Ob die Einfalt meiner Antwort oder der in der Frage verſteckte Muthwille daran ſchuld war, weiß ich nicht, aber

jedes Mitglied des Collegiums lächelte, mit einziger Ausnahme des Herrn Snarler, der ſehr wenig von dem animal risibile in ſeinem Temperamente zu haben ſchien. Dieſes redſelige Mitglied fubr, aufgemuntert durch die günſtige Wirkung ſeines letzten Scherzes, zu fragen fort:wenn man Euch nun zu einem Patienten von plethoriſcher Conſtitution riefe, der durch einen Fall eine Quetſchung erhalten hätte, was würdet Ihr thun? Ich erwie⸗