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Ich faßte eine mächtige Freundſchaft für dieſen jungen Mann, die, wie ich glaube, aus der Aehnlichkeit unſerer Glücksumſtände entſprang. Wir brachten den ganzen Tag mit einander zu, und da er zu Wapping lebte, ſo drückte ich den Wunſch gegen ihn aus, er möchte Theil an meinem Bette nehmen. Am darauffolgenden Tag kehrten wir in das Admiralitätsgebäude zurück, wo ich vor das Collegium berufen und nach meinem Geburtsort und meiner Erziehung befragt wurde, worauf ſie die Ausfertigung eines Prü⸗ fungsſcheins für mich anbefahlen. Dieſen nahm ich, nachdem ich dem Schreiber eine halbe Krone dafür bezahlt hatte, in Empfang und übergab ihn dem Schreiber in der Halle der Wundärzte nebſt einem Schilling für ſeine Mühe beim Einregiſtriren meines Na⸗ mens. Hiedurch ſchmolz meine ganze Baarſchaft auf zwei Schil⸗ linge, und ich hatte nicht diel geringſte Ausſicht auf Hülfe vor mir. Sogar augenblickliche Bedürfniſſe konnte ich nicht decken, viel weniger die Sporteln für das Examen in der Halle der Wundärzte, welches innerhalb vierzehn Tagen erfolgen ſollte. In dieſer Noth berieth ich mich mit Strap, der mir die Verſiche⸗ rung gab, es würde Alles, was er auf dieſer Welt beſitze, ſogar ſein Raſirmeſſer verpfänden, ehe ich an Etwas Mangel leiden ſollte: doch dieß Mittel wies ich beſtimmt zurück, indem ich ihm ſagte, ich würde eher tauſendmal mich als Soldat anwerben laſ⸗ ſen, als ihm länger zur Laſt fallen. Bei dem Worte Soldat wurde er bleich wie der Tod und bat mich auf ſeinen Knieen, ich möchte nicht mehr an dieſen Plan denken.
„Gott erhalte uns unſern geſunden Verſtand!“ rief er, „wollt Ihr Soldat werden und vielleicht Euch gegen die Spanier draußen ſchicken laſſen, wo Ihr hinſtehen, und Euch wie eine Schnepfe wegſchießen laſſen müßt? Der Himmel bewahre meinen Leichnam vor kaltem Blei, und laſſe mich chriſtlich in einem Bette ſterben, gleichwie meine Großväter es gethan haben! Was ſind alle Reichthümer und Würden dieſes Lebens werth, wenn man da⸗


