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Fünfzehntes Kapitel.
Strap ſtellt moraliſche Betrachtungen und bietet mir ſeine Voͤrſe an; wir unterrichten unſern Wirth von unſerem Ungluck; er enthuͤllt das Geheim⸗ niß; ich ſtelle mich Cringer'n vor; er empfiehlt mich Herrn Staytape und weist mich an denſelben; ich mache die Bekanntſchaft eines Kunſtge⸗ noſſen, der Cringer's und Staytape's Charakter auseinanderſetzt und mir einen Weg angibt, wie ich bei der Admiralitaͤt und wundaͤrztlichen
Palle mein Fortkommen erhalten konne; Strap erhaͤlt ein Geſchaͤft.
Auf unſerem Wege nach unſerer Wohnung bemerkte Strap nach einem beiverſeitigen tiefen Stillſchweigen mit einem entſetzlichen Seufzer, wir hätten unſern Ferkel auf einen ſchönen Markt ge⸗ bracht. Hierauf erwiederte ich nichts, und er fuhr fort:„Helf uns Gott aus dieſem mit heiler Haut; wir ſind noch nicht 48 Stunden in London, und ich glaube, wir haben ſchon 48,000 Unglücksfälle durchgemacht. Man hat uns gehänſelt, grob angefahren, mit uns gebort, uns angepißt und zuletzt uns unſeres Geldes beraubt, und bald, vermuth' ich, wird man uns die Haut abziehen. Wenigſtens was das Geld betrifft, ſo ſind wir ſelbſt Schuld an ſeinem Verluſte, Salomo ſagt: So du den RNarren im Mörſer zerſtößeſt mit dem Stämpfel, wie Gritze, ließe ſeine Narrheit doch nicht von ihm. Ach, helf uns Gottl eine Unze Mut⸗ terwiz iſt beſſer als ein Pfund Schulwiz.“
Dieß war nicht der rechte Zeitpunkt für ihn, mich anders zu ſtimmen, denn ich war ſchon raſend über meinen Verluſt, und entbrannt von Rachegefühl gegen ihn, weil er mir eine kleine Geldſumme verweigert hatte, um meinen Verluſt wieder gut zu machen. Ich wandte mich deßhalb gegen ihn mit grimmiger Miene, und fragte:„wen er einen Narren nenne?“
Da er ſonſt ſolche Blicke von mir nicht gewöhnt war, ſo ſtand er ſtill, und ſtarrte mich eine Zeitlang an; dann fuhr er etwas verwirrt fort:„Einen Narren!— ich nannte Niemand einen
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