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würden, durch welche wir hindurch gehen müßten; am andern Ende dann fänden wir eine Allee, welche zu einer neuen Straße führe, wo wir das Zeichen der Diſtel und der drei Krämer ſehen würden, und dort wohne er.
Wir dankten ihm für ſeine Belehrung und gingen weiter, in⸗ dem Strap gegen mich bemerkte,(er habe es dieſem Manne, bevor er den Mund geöffnet,) gleich angeſehen, daß er voll Ehrlichkeit und freundſchaftlichen Geſinnungen ſei, eine Anſicht, welche ich dahin abänderte, daß ich ſeinen höflichen Charakter dem täglichen Umgange mit den Leuten des Hauſes, wo er wohnte, zu⸗ ſchrieb. Wir befolgten pünktlich ſeine Angaben, indem wir uns links und rechts und wieder links wandten; allein anſtatt daß wir eine Gaſſe vor uns erblickten, ſahen wir uns am Ufer des Fluſſes, ein Umſtand, der uns nicht wenig ſtutzig machte, ſo daß mein Gefährte die Vermuthung ausſprach, wir hätten ſicherlich un⸗
ſeren Weg verfehlt. Indeſſen waren wir von unſerem Spazier⸗
gange ziemlich müde geworden, und da ich nicht wußte, wie ich weiter gehen ſollte, ſo begab ich mich, aufgemuntert durch den Schild eines Hochländers, in einen kleinen, neben an befindlichen, Schnupftabacksladen, wo ich zu meiner unausſprechlichen Freude fand, daß der Wirth mein Landsmann ſei. Als wir ihn von un⸗ ſerem Herumwandern und den Anweiſungen, welche der Bediente uns gegeben hatte, in Kenntniß ſesten, ſo ſagte er uns, man habe
uns hintergangen, denn Herr Cringer wohne am andern Stadtende, und es würde zwecklos ſeyn, wollten wir heute dorthin gehen, denn um dieſe Zeit befinde er ſich im Hauſe der Gemeinen. Hier⸗ auf bat ich ihn, er möchte uns eine Wohnung empfehlen, worauf er uns ſogleich eine Zeile an einen ſeiner Bekannten mitgab, der einen Lichtziehersladen nicht weit von der St. Martinsgaſſe, beſaß.
Daſelbſt mietheten wir zwei Treppen hoch um den Preis von zwei
Schillingen wöchentlich einen Schlafplatz, der einen ſo kleinen Um⸗ fang hatte, daß wir, als das Bett aufgeſchlagen war, jedes andere


