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„Kapitän! wollt Ihr begehn e'n Mord? Hier iſcht ein armer Purſch, der ſühnen will, was er verbrochen; und da Euch dies nicht zufrieden ſtellt, ſo will er ehrlich mit Euch fechten. Wollt Ihr nicht mit ihm boxen, ſo ſchlage ich vor, daß er mit dem Prügel Euch entgegentrete: willſt Du, mein Purſch?“ Strap er⸗ wiederte nach einigem Beſinnen:„ja, ja, ich will mich mit ihm herumprügeln.“ Allein nachdem auch dies Auskunftmittel von dem Kapitän verworfen worden war, ſo fing ich an, ſeinen Charakter zu wittern, und ſagte der Geſellſchaft, indem ich Strap einen Wink gab, ich hätte immer gehört, die Perſon, welche die Aus⸗ forderung erhalte, ſolle auch die Wahl der Waffen haben. Da dies nun in Ehrenſachen Sitte ſei, ſo nehme ich es über mich, im Namen meines Gefährten das Verſprechen zu geben, daß er ſelbſt auf ſcharfe Waffen mit Weazel losgehen wolle: doch ſollten es ſolche geſchliffene Waffen ſein, mit welchen Strap am meiſten vertraut ſei, nämlich Raſiermeſſer. Als ich das Wort Raſier⸗ meſſer ausſprach, konnte ich bemerken, wie ſich des Kapitäns Farbe veränderte, während Strap mich am Aermel ſtieß und mit großer Heſtigkeit liſpelte:„nein, nein, neinz um Gottes Willen, macht keinen ſolchen Handel!“ Zuletzt gewann Weazel ſeine Faſſung wieder, wandte ſich gegen mich und frug mit wilder Miene:„wer des Teufels ſeid Ihr? wollt Ihr mit mir fechten 2“ Mit dieſen Worten nahm er eine Stellung an, und ich ward heftig beſtürzt, als ich ſeine Degenſpitze, einen halben Fuß von meiner Bruſt entfernt, bemerkte. Auf die Seite ſpringend, ergriff ich einen Bratſpieß, der in der Kaminecke ſtand, womit ich meinen furcht⸗ baren Gegner abhielt, der viel halbe Hiebe austheilte und bei jedem Stoß zurückſprang, bis ich ihn, zu nicht geringer Beluſtigung der Geſellſchaft in eine Ecke trieb. Als er in dieſer Lage ſich be⸗ fand, trat ſeine Frau herein, die, ihren Gatten in ſolcher Gefahr ſehend, ein ſchreckliches Gekreiſch anhub. In dieſer Noth verlangte Weazel einen Waffenſtillſtand, der augenblicks gewährt wurde,


