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dieſen Worten zog er ſich zurück, und ließ mich in furchtbaren Beſorgniſſen zurück, die bei unſerer nächſten Zuſammenkunft verſchwan⸗ den, wo er ſich mit ungewöhnlicher Gefälligkeit gegen mich benahm und mich mit einem Glas Punſch nach dem Mittageſſen tractirte.
Durch dieſes Benehmen gewann ich bald das Uebergewicht über ihn, und wurde ihm bei der Führung ſeines Geſchäfts, ſo lange er bei der Flaſche ſaß, bald ſo nothwendig, daß das Schick⸗ ſal allmähl'g gütiger gegen mich zu werden anfieng; und ich trö⸗ ſtete mich für die Geringſchätzung meiner ehemaligen Bekanntſchaf⸗ ten mit meinen täglich zunehmenden Kenntniſſen in den Pflichten meines Berufs, worin ich Fortſchritte machte, welche meine eigene Erwartung überſtiegen Ich ſtand auf ſehr gutem Fuße mit meines Herrn Gattin, deren Achtung ich mir dadurch erwarb und erhielt, daß ich Miſtreß Potion in dem lächerlichſten Lichte darſtellte, das meine ſatyriſchen Talente erfinden konnten, und ferner dadurch, daß ich ihr chriſtliche Dienſte leiſtete, wenn ſie mit der Schnapps⸗ flaſche zu vertraut umgegangen war, wozu ſie oftmals mit der klagenden Bemerkung, ſie leide unter dem barbariſchen Drucke ihres Ehegemahls, ihre Zuflucht nahm.
So lebte ich fort, ohne die mindeſte Nachricht von Seiten meines Oheims, einen Zeitraum von zwei Jahren hindurch, wäh⸗ rend welcher Zeit ich wenigen oder gar keinen geſellſchaftlichen Umgang hatte, da ich weder die gehörige Stimmung dazu, noch auch die hinreichenden Mittel zur Beſtreitung der dabei unterlaufen⸗ den Koſten beſaß; denn mein Herr, dieſer Nabal, gab mir keinen Gehalt, und die kleinen zufälligen Einnahmen, welche mir meine Stellung eintrug, reichten kaum zur Deckung der gewöhnlichen Lebensbevürfniſſe hin. Ich war kein vorwitziger, gedankenloſer Modenarr mehr, welcher nach dem Beifall des Haufens geizt und durch ausſchweifende Hoffnungen aufgeblaſen wird: mein Unglück patte mich gelehrt, wie gering die Liebkoſungen der Menſchen an⸗ zuſchlagen ſind, wenn man im Glücke damit beehrt wird; und wie


