Teil eines Werkes 
1. Band, Roderich Random : Roman : 1. Band (1839) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Und weiter noch woilte ich Euch ſchon aufſagen, benn ich prauche Euer Zimmer für einen neuen Lehrling, den ich ſtündlich vom Lande herein erwarte. So wünſche ich denn, daß Ihr dieſe

Woche noch Euch nach einer neuen Wohnung umſehen wollet?“ Der Unwille, welchen dieſe Anrede in mir erregte, gab mir Muth genug, meinen Glückswechſel zu ertragen⸗ und ihm zu ſagen⸗ ich verachte ſeine gemeine ſelbſtſüchtige Denkungsart ſo ſehr, daß ich lieber darben, als mich wegen einer einzigen Mahlzeit von ihm ſchief anſehen laſſen wolle. Hierauf bezahlte ich ihn aus meiner Taſche bis auf den letzten Farthing, welchen ich ſchuldete, und verſicherte ihm, keine Nacht wolle ich mehr unter ſeinem Dache ſchlafen. Mit dieſen Worten ſtürzte ich in einem Anfalle von Wuth und Verzweiflung aus dem Zimmer, ohne zu wiſſen, wohin, da ich keinen einzigen Freund in der Welt hatte, der mich zu unter⸗ ſtützen im Stande war⸗ mit nur drei Schillingen in meiner Taſche. tachvem ich mich eine Zeit lang den Eingebungen meiner Leiden⸗ ſchaft hingegeben hatte, machte ich mich auf, und miethete ein kleines Schlafzimmer um einen Schilling, und ſechs Pence wöchent⸗ lich, die ich zum Voraus bezahlen mußte, ehe mein Wirth mich aufnehmen wollte⸗ Dahin brachte ich mein Gepäcke, und machte mich am nächſten Morgen auf, um einen Mann um Rath und Beiſtand anzugehen, der bei jeder Gelegenheit mich mit Liebkoſungen über⸗ häuft und mir öftere Freunvſchaftsanerbietungen gemacht hatte, ſo lange ich in glücklichen Umſtänden mich befand. Er empüng mich mit gewohnter Leutſeligkeit, und lud mich inſändig zum Frühſtücke ein, was ich nicht für vaſſend hielt, ihm abzuſchlagen. Doch als ich die Veranlaſſung meines Beſuchs ihm eröffnete, ſchien er ſo ſehr alle Faſſung zu verlieren, daß ich den Schluß daraus zog, er ſei außerordentlich gerührt über vas Unglück meiner Lage und blicke auf mich als einen Menſchen, dem man das größte Mitge⸗ fühl und die innigſte Theilnahme zollen müſſe. Er ließ mich nicht lange hierüber im Irrthum; denn als er ſeine Faſſung wieder