Teil eines Werkes 
1. Band, Roderich Random : Roman : 1. Band (1839) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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aufſperrte, und mit zu Boden geſenkten Blicken mir ſagte, ihr Gatte habe einen Brief von Herrn Bowling bekommen, nebſt einem für mich. Sie ſei ſehr bekümmert wegen des Vorgefallenen, ſowohl um meiner, als ihrer ſelbſt willen— die Leute ſollten ihr Benehmen beſſer einrichten— ſie habe ſtets beſorgt, ſeine Brutalität möchte ihn in das eine oder andere Unheil ſtürzen. Sie für ihren Theil würde ſich gerne meiner annehmen; allein ſie pabe ſelbſt ihre eigene kleine Familie zu ernähren. Die Welt würde nichts für ſie thun, ſollte ſie einmal ihrer bedürfen— jeder ſei ſich ſelbſt der Rächſte; ſie wünſche, ich hätte lieber irgend ein tüchtiges Handwerk gelernt, z. B. das eines Webers oder Schuh⸗ machers, als daß ich meine Zeit damit vertändelte, thörichten Unſinn zu lernen, der nichts einbringe: aber die Einen ſeien Weiſe, die Andern Thoren.

Ich horchte auf ihre geheimnißvolle Rade ſehr verwunderungs⸗ voll, als ihr Gemahl hereintrat, und ohne eine Splbe zu ſprechen, beide Briefe mir in die Hand ſteckte. Ich empfing ſie zitternd, und las, wie folgt:

An Herrn Roger Potion. Mein Herr!

Kund und zu wiſſen Euch, daß ich das Kriegsſchiff, den Thun⸗ der, verlaſſen habe, weil ich mich fortſcheeren mußte wegen Töd⸗ tung meines Kapitäns, was nicht im Hinterhalt, fondern offen am Ufer beim Vorgebirge Tibervon auf der Inſel Hiſpanivla ge⸗ ſchah, nachdem er auf mich gefeuert und ich den Schuß erwie⸗ dert hatte, welcher durch ſeinen Leib drang. So wollt' ich den Nächſten Beſten; der ſich je zwiſchen Vorder⸗ und Hintertheil eines Schiffes her⸗ umtrieb, mit tüchtigen Püffen bedienen, wenn er auf mich einen Angriff machte und mich ſchlüge, wie Kapitän Dakum es that. Ich beſinde mich, Gott ſey Dank! vollkommen wohl unter den Franzoſen, die ſehr pöflich ſind, obwohl ich ihre Sprache nicht verſtehe; und ich hoffe auf