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begann er gewöhnlich im Sommer ſchon Morgens um 5 Uhr ſeine Geſchäfte, und ſetzte ſie oft bis an den Abend fort. Schlief er bey Tag eine Weile, ſo heß er ſich durch ſeine Diener gewöhnlich nach einer hal⸗ ben Stunde wieder wecken. Saß er an der Mahl⸗ zeit, ſo blieb er ſelten über eine Stunde, und wenn er EGeſchäfte hatte, die keinen Verzug leiden konnten, ſo zog er oft während des Eſſens Schriften heraus, las ſie und gab ſeine Entſcheidung. Befand er ſich auf der Jagd, ſo führte er, wie Plinins zu thun pflegte, Bücher und Schriften mit ſich, und vertiefte ſich in dieſelben bisweilen ſo ſehr, daß man ihn an das Jagen und Schießen erinnern mußte. Seine vie⸗ len Arbeiten und Sorgen raubten ihm manche Racht den Schlaf; und wenn dann gegen Morgen ein er⸗ quickender Schlummer ſich einſtellen wollte, ſo wurde es ihm ſaner zu ſeinen Geſchäften aufzuſtehen. Und wiewohl er ſein Gefühl nicht verbarg,(„hundert Gulden,“ ſagte er manchmal in ſolchen Fällen, „wollte ich jetzt gerne um ein Stündlein Schlaf ge⸗ ben!*) ſo ſtand er dennoch auf, weil er ſich erinnerte, daß ſeine Räthe zu ihm beſchieden waren. Daher ſagten ſeine Unterthanen von ihm, er habe jedermann Gutes gethan, nur ſeinem eigenen Leib nicht.
Dieſer Thätigkeit lag ſein hoher Eifer für Men⸗ ſchenwohl zu Grund, welches zu befördern als Fürſt an Gottes Statt er ſich berufen fühlte; und dieſes Renſchenwohl ſuchte er auf Freyheit zu gründen. Richt auf Freyheit, die blos in eiteln Worten oder


