Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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die vor ihm lebten, oder nach ihm kamen, ſich ſo große Verdienſte um ſein Land erworben, als ſich Herzog Chriſtoph erwarb. Und wenn wir einen aufmerkſamen Blick werfen, auf die trefliche Ver⸗ faſſung, mit der er ſein Land beglückte, und Glau⸗ hensfreyheit und Bürgerrechte ſchützte, ſo wie auf die Menge weiſer Geſetze, die er in geiſtlichen und weltlichen Sachen gab, und auf die preiswürdigen Anſtalten, die er zur geiſtigen und ſittlichen Bildung ſeines Volkes errichtete, ſo liegt es auſſer allem Zweifel, daß die Nachwelt ſeinen Namen ehren wird, ſo lange in ihr das Gefühl für Tugend und Gerech⸗ tigkeit nicht erſtirbt.

Aber es iſt nicht blos Wirtemberg, um welches ſich Chriſtoph große Verdienſte erwarb; auch nicht

blos der ſchwäbiſche Kreis, für deſſen Wohlfarth er

als Kreisoberſter wirkte, ſondern auf das geſammte teutſche Vaterland erſtreckte ſich ſeine Thätigkeit, da er mehr als einmal als Bevollmächtigter des Kaiſers und des Reichs bey den wichtigſten Angelegenheiten, und beſonders als Friedensſtifter bey den Streitig⸗

triotiſchen Archivs aufgenommen. Nächſt ihm ent⸗ hält Pfiſters Lebensgeſchichte des Herzogs(Cübin⸗ gen 1819 und 20.) manche neue und wichtige Nach⸗ richten. Außerdem iſt auch Spittlers und Pfaffs

Geſchichte von Wirtemberg, wovon jene im Jahr 1783, dieſe aber 1819 erſchien. mit obigen Schrift⸗ ſtellern verglichen worden⸗