Vom Grafen Sollogub. 149
und entfernte ſich ſchnellen Schrittes, indem er ſeinen Freund in tiefem Sinnen zurückließ.
— Iſt das nicht unſer neuerfundenes Bürgerthum?— rief dieſer enthuſiaſtiſch aus.
— Wanja, Wanja!.. ſchrie jetzt eine Stimme neben ihm.
Iwan Waßiljewitſch drehte ſich raſch um und befand ſich in den Armen ſeines frühern Schulkameraden, deſ⸗ ſelben, den er auf dem Boulevard in der Stadt Wla⸗ dimir angetroffen....
— Wanja, wie kommſt Du hierher?— fragte dieſer mit freundſchaftlicher Verwunderung.
— Das weiß ich ſelbſt nicht... erwiderte Jwan Waßiljewitſch.
— Komm' mit zu mir, meine Frau wird ſich freuen, Deine Bekanntſchaft zu machen. Ich habe mit ihr ſo oft von den glücklichen Zeiten geſprochen, wo wir in der Penſion noch auf Einer Bank ſaßen und ſo eifrig ſtudirten, mit ſolcher Wißbegier dem Unterrichte unſrer Lehrer folgten....
— Scherzeſt Du?— meinte Iwan Waßiljewitſch.
— Ach, Brüderchen, wie ſollte man's den braven Leuten nicht Dank wiſſen. Ihnen verdanke ich meinen Herzensfrieden, wie meinen materiellen Wohlſtand. Ich


