Teil eines Werkes 
3. Band, Tarantas : 2. Theil (1847) Tarantas: putevye vpečatlenija
Entstehung
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130 Tarantas.

und heller von der aufgehenden Sonne beleuchtet ward. Sieben Meere brauſten in fernſter Ferne, und auf den ſieben Meeren ſchaukelten ſich die weißen Segel zahlloſer Fahrzeuge. Eine Gebirgskette, von blankem Golde fun⸗ kelnd und von Eiſenadern ſtarrend, zog ſich vom Nor⸗ den nach dem Süden und von Weſten nach Oſten. Gewaltige Ströme, wie lebengebende Adern, rauſchten nach allen Richtungen, und miteinander verbunden, tru⸗ gen ſie nach allen Richtungen Reichthum und Leben. Zwiſchen denſelben lagerten ſich dichte Wälder und reiche Gefilde mit wogenden Saaten. Inmitten dieſer zaube⸗ riſchen Landſchaft aber blitzten Städte und Dörfer wie helle Sterne, und ſtrahlenförmig zogen ſich von ihnen überall die Bänder der Landſtraßen hin. Das Herz Iwan Waßiljewitſchs ſchlug höher. Es wurde Tag. Die ungeheuere Landſchaft durchdrang ein Leben; Alles wurde wach und regte ſich in geräuſchvoller Thätigkeit. Zuerſt erſchallten die Glocken und riefen zum Morgen⸗ gebet. Alsdann zerſtreuten ſich die emſigen Landleute in Feld und Flur, und es war nicht das kleinſte Plätz⸗ chen ſichtbar, wo nicht Regſamkeit und Wohlſtand ge⸗ herrſcht hätte. Während auf den Strömen die Schiffe dahinflogen, die Schätze ganzer Königreiche mit un⸗ glaublicher Schnelle von Ort zu Ort trugen und über⸗