Teil eines Werkes 
3. Band, Tarantas : 2. Theil (1847) Tarantas: putevye vpečatlenija
Entstehung
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Vom Grafen Sollogub. 5

nem Rauſch aufwache, oder ſeine Frau habe ſich den Magen verdorben und ſei ſchwer erkrankt, es würde ihn bekümmert haben, doch bei Weitem weniger, als die Treuloſigkeit des zuverläſſigen, geliebten Tarantas.

Senka erklärte ihm mit großem Gleichmuth, daß am Vorderende die Schiene geplatzt, am Hinterrade mehrere Speichen ausgefallen wären und ſteigerte nur durch ſeine Kälte die Hitze des Gebieters, der ihm zu⸗ letzt Schweigen gebot und ihn mit einem Fluche zum Schmied des Oertchens ſandte.

Während Senka in die Schmiede ſtürmte, traten die beiden Reiſegefährten höchſt niedergeſchlagen in die Paſſa⸗ gierſtube ein. Der Stationshalter ſchnarchte eben einen Rauſch aus und hatte die Verſorgung ſeines Amtes dem Staroſt überlaſſen, der weder ſchreiben noch leſen konnte. Eine peinliche Stunde verging. Endlich erſchien der bewußte Schmied, deſſen Bart, Geſicht, Hände und Schürze nicht im Mindeſten von einander abſtachen. Für die Ausbeſſerung des Tarantas forderte er anfangs fu nfzig Papierrubel, nach langen Debatten ließ er ſich mit drei Silberrubeln zufriedenſtellen und rollte die Räder nach der Schmiede.

Der Staroſt brannte jetzt einen Kienſpan in dem dunkeln Kämmerchen an, drehte den Reiſepaß mit wich⸗ tiger Miene zwiſchen den Fingern und ſprach: