160 Tarantas.
Um ein Darlehn habe ich, Gott ſei Dank, noch Nie⸗ mand angeſprochen. Vor funfzehn Jahren war meine Wirthſchaft noch ſchwach, und es gab allerdings ſchlechte Zeiten: Das Winterkorn fraß der Wurm ſchon im Herbſte, im Frühjahr ſchickte Gott keinen Regen, kurz 's wurde kein Hälmchen grün; Vorrath hatten wir auch nicht viel. Was war da zu machen? Die Bauern kamen zu mir und weinten:„'s iſt'ne große Noth, Väterchen Waßilij Jwanowitſch! Wir haben weder für uns, noch für unſre Kinder'n Stückchen Brod, die Welt geht unter!“— Nu, nu, ſage ich, Kinderchen,
was iſt da zu machen?— Ich habe Gott ſei Dank
noch etwas Getreide im Magazin, könnte's wohl für 30 Rubel den Scheffel losſchlagen, aber Gottes Segen iſt nicht bei ſolchem Thun. Nehmt, ſo lange noch was zu nehmen iſt, und helfen wir uns durch, ſo gut geht... Gott ſei's gedankt,'s blieb für Alle was übrig!—
₰ Das iſt vortrefflich gehandelt!— rief Jwan Waßiljewitſch aus.
— Was iſt da weiter Beſonderes? Man kann ſie doch nicht verhungern laſſen. Und um mich herum wohn⸗ ten reiche, vornehme Gutsbeſitzer, die außer Landes leb⸗ ten und nicht Zeit hatten, ſich um den Bauer zu küm⸗ mern. Weißt Du, was dabei herauskam?'n ganzes


