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wodurch Rußland endlich von dem ſchwer auf ihm la⸗ ſtenden Joche befreit wurde.
Seit dieſer Zeit wird des petſchoriſchen Kloſters in der ruſſiſchen Geſchichte nicht mehr gedacht. Die welt⸗ lichen Unruhen ſind ſeitdem nicht mehr hinter die hei⸗ ligen Mauern gedrungen, und ſtill und traurig ragt es über Niſchny⸗Nowgorod empor, ernſten Blicks dem unabläſſigen Geräuſch des Bezargetümmels lauſchend. Dieſe Mauern haben Alles mit erlebt: Bürgerkriege, die Einfälle der Tataren, die polniſchen Säbel, den Hochmuth der Bojaren, wie der Czaren Größe. Es ſchaute das alte Rußland und ſieht herab auf das neue, und wie ehemals ruft es leiſe die Gläubigen zum Gebet, wie ehemals läuten traurig und abgemeſſen ſeine Glocken!
Wer nach Niſchny Nowgorod kommt, der möge nicht unterlaſſen, ſein Gebet im petſchoriſchen Kloſter zu verrichten


