Vom Grafen Sollogub. 131
er— und Du, Stepan— herrſchte er dem Diener zu— zieh dem Fuhrmann tüchtig eins über, hörſt Du, aber tüchtig gieb's der Kanaille, daß ſie die Mäh⸗ ren antreibt, bis ſie verrecken!..
Dem Befehl ſeines Herrn gehorſam, fiel die ſchwere Fauſt Stepans auf den breiten Rücken des Fuhrmanns, der Wagen flog wie ein Pfeil davon und beſpritzte den Tarantas und die Reiſenden über und über mit Koth.
— Brüderchen,— fragte Waßilij Iwanowitſch, während ſein Reiſegefährte abermals in ſeinen Zufluchts⸗ ort kroch— ſag mir doch in aller Welt, wer iſt denn das?—
— Ein Bekannter von mir aus Paris.—
— Ein Franzos?—
— Nein, ein Ruſſe. Nur kann er in Nußland nicht leben. Er hat ſich ganz unſter Lebensweiſe ent⸗ wöhnt.—
— Sieh mir einer an! Und wohin fährt er?—
— Auf ſeine Güter, um die Rückſtände einzu⸗ kaſſiren.
— Und wo find ſeine Güter?—
— In Saratow....
— Aber erbarme Dich, Brüderchen, da iſt ja ſchon ſeit drei Jahren völliger Mißwachs.—


