Ein Wort über ſeine Lippen das für Klage gelten konnte.
Die Königin hatte, durch großen Aufwand Mittel gefunden, ihm befehlen zu laſſen, daß er den Konig zu ſehen verlangen ſolle. Einer ſeiner Wächter ſagte ihm: Sein Vater käme. „Sprecht, erwiederte er, mein König, und „nicht mein Vater.“
Sein Gehorſam gegen die Befehle der Kö⸗ nigin beſtimmte ihn, vor dem Könige zu knieen und ihm vorzuſtellen, er möge bedenken, daß es ſein Blut ſey, welches er vergießen wolle. Kalt erwiederte der Königs wenn er böſes Blut habe, ſo reiche er dem Wundarzte den Arm, um es abzulaſſen.
Don Karlos, in Verzweiflung, ſich ohne Nutzen erniedrigt zu haben, erhob ſich bei die⸗ ſen Worten wüthend und fragte die Wache: ob das Baad bereit ſey, in dem er ſterben ſolle?— Der König, ſey es, weil er ſich an dieſem barbariſchem Schanſpiele weiden wollte, oder daß er wirklich bewegt wurde und einzu⸗ lenken gedachte, fragte ſeinen Sohn: Ob er ihm ſonſt nichts zu ſagen habe? Der Prinz, der jene Demüthigung mit tauſend Leben hätte erkaufen mögen, und wohl einſah, daß für ihn und die Königin keine Rettung mehr ſey, erwiederte mit ſeinem natürlichen Stolz:„Hätte
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