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mußten; doch nicht mit gleicher Aufrichtigkeit von beyden Seiten.
Der König hatte, um getreu von allem un⸗ terrichtet zu ſeyn, was bey der Königin vor⸗ gieng, ein enges Bindniß mit der Fürſtin Eboli geſchloßen. Dieſe Dame hatte Don Iuan ver⸗
pflichtet, die Handlungen des Prinzen ſeit Po⸗ ſa's 4 Tod 65 laüet als je zu beobachten. Es war Don Juan leicht, dieſen Auftrag zu voll⸗ ziehen. Der Prinz, der ihn für ſeinen beſten Freund hielt, hatte ihm im allgemeinen etwas von ſeinen Planen vertrant. Don Inan hatte, aller angewandten Mühe ohngeachtet, nichts näheres erforſchen können. Doch ſeit ihrem Zwiſt ſchärfte ſich ſeine Beobachtung durch Rach⸗ gierde dergeſtalt, daß, ſo ſehr Don Karlos ſich bemüht hatte, zu verbergen, daß er ingeheim ſich mit Waffen verſehen habe, Don Juan es zuletzt durch Liſt und Geld entdeckte.
Der König urtheilte ſogleich, ſein Sohn waffne ſich mit all' dieſer Vorſicht nur, um entweder zu entfliehen, oder gegen ihn ſelbſt Gewalt zu brauchen.
Er wußte nicht, welches von beyden er glauben ſollte, als der Ober⸗Poſtmeiſter, Don
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Raimondv von Taxis, ihm anzeigte; ein Fran⸗
zoſe, im Dienſte der Königin, habe ſehr inge⸗


