ihr Bekänntniß empfingen, hielten ſich nicht für ſicher, wenn ſie es entdeckten.
Wenn bey der ſteten Kränklichkeit des Kö⸗ nigs das Volk an eine ſo auffallende Verläum⸗ dung ſo leicht glaubte, ſo kann man deren Wir⸗ kung in fremden und fernen Landen beurthei⸗ len, wo Gerüchte immer vergrößert werden. Der König von Spanien zeigte ſich unruhig darüber. Er fürchtete, ſeine Gattin möchte eine geheime Anlage zu dem nämlichen Uebel haben, das oft in Familien erblich iſt. Die Schaaf⸗ Pocken, welche ſie gehabt hatte, waren mit einigen zweydeutigen Zufällen begleitet, die mit jenem Uebel in Verbindung ſtunden.— Es wurde beſchloſſen, den König zu überreden, ſie habe bey ihrer letzten Schwangerſchaft noch gefährlichere Anfälle gehabt. Er war ſchwach genug, für ſeine Geſundheit ſehr ängſtlich be⸗ ſorgt zu ſeyn; man hoffte alſo, wenn dieſe Nachricht durch einen ganz unverdächtigen Zeu⸗ gen beſtättigt werde, ſo würde dieß hinrei⸗ chen, ihn zu hindern, ſeine Gattin je wieder in⸗ geheim zu beſuchen. Die Fürſtin Eboli ſollte ihm die erſte Nachricht geben und die Fran⸗ zöſin, einſt Don Juans Geliebte, ſie beſtärken.
Dieſes Mädchen war eine verſchmizte intri⸗ kante Perſon; untröſtlich daß, ſo ſehr ſie bey der Königin in Gunſt ſtand, ſie keine bedentende
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