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der Köuig machen ließ, um den Prinzen zu täuſchen. Doch niemand glaubte daran. In⸗ deß erfüllte es doch die noch ſchwankenden Ge⸗ müther der Empörer mit Schrecken. Um es zu beglaubigen, machte der König auf die Reiſe⸗ Ekippagen einen ſo bedeutenden Aufwand, daß ſelbſt die Abgeordnete Bergh und Montigni, die bisher darüber geſcherzt hatten, nicht län⸗ ger zweifeln konnten.
Selbſt die Königin und Don Karlos wur⸗ den auf einige Zeit getäuſcht. Aber kurz war dieſe Täuſchung. Die Reiſe⸗Anſtalten waren
vollendet; der König ſah, daß die Täuſchung ſich entdecken würde, wenn er nicht abreiſe. Er ſah alſo kein andres Mittel zum Aufſchub, als, ſich krank zu ſtellen. In fremden Landen wirkte dieſe Verſtellung, aber, aller ſeiner An⸗ ſtrengungen ohngeachtet, konnte er die Königin und ſeinen Sohn nicht länger täuſchen.
So ſtunden die Sachen. Einſt, da der Hofſtaat der Königin, nach mannichfaltigen Ge⸗ ſprächen über des Königs Reiſe nach Flan⸗ dern, ſich getrennt hatte und Don Karlos, Don Juan und die Prinzeſſin Eboli allein bey ihr blieben, unterhielten ſie ſich darüber: wie die Hofleute ſich oft quälten, die Gründe und Folgen von Begebenheiten zu errathen, die nie ſtatt fänden. Allmählig wurde durch dieſe


