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der Finanzen; er fürchtete, der von Natur groß⸗ müthige Prinz möchte künftig ſelbſt Gnaden austheilen, und ihm nur das Verdienſt der
Vollziehung laſſen. Er war des Prinzen Ajo
Oberhofmeiſter) geweſen, und mußte, dem Wil⸗
len des Königs gemäß, ihn mit Strenge be⸗ handeln. Dieß war der wahre Urſprung der Abneigung des Prinzen gegen ſeinen Vater. Einſt, als Don Karlos kaum zur Vernunft gelangt war, hatte ſeine, damals in Spanien befindliche, Tante, die Königin von Böhmen,
einen Edelknaben, ſeinen Liebling, wegen eines
kleinen Verſehens heftig züchtigen laſſen. Der leidenſchaftliche Prinz beklagte ſich darüber ge⸗
gen ſie mit großer Herbheit. Die Königin drohte, ihn peitſchen zu laſſen, wenn er nicht
ſchweige. Don Karlos konnte man nicht ſtärker beleidigen, als wenn man ihn als Knabe be⸗
handelte. Dieſe Drohung entrüſtete ihn der⸗ geßalt, daß er der Königin eine Ohrfeige gab.
Er fühlte Augenblicklich die Größe ſeines Ver⸗ gehens. Da erſchien ſein Hofmeiſter weinend
und erklärte, ſein Vater habe ihn zum Tode
verurtheilt.
Don Karlos empfing dieſe Nachricht zwar mit Schrecken, aber ohne Furcht; doch trug er ihm auf, ſeine Begnadigung zu verlangen.
Der Hofmeiſter gieng und brachte die Antwort:
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