Reſidenz und aus dem Umgebungen ſeiner Gü⸗ ter eine Menge Anträge zu. So entzündet auch ſeine Fantaſie, ſo reizbar ſein Gemüth war, ſo prüfte er doch ruhig und ernſt. Er fand bei weitem die mehreſten Weiber, die ſelbſt, oder durch ihre Verwandte um ſeine Hand warben, und unter den ſich manches reizende Geſchöpf befand, verbargen die Leerheit ihres Kopfes, und noch mehr ihres Herzens, entweder hinter einer vom Welttongeſchwätz überfirnißten Ko⸗ ketterie, oder, was noch weit ſchlimmer iſt, hinter affektirter Sentimentalität und Halbbil⸗ dung. Tiefe, reine Empfindung, Wohlwollen der Seele, Adel und Zartheit des Gefühls; das war es, was ſein Herz bedurfte und— nir⸗ gend fand.
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Endlich führte der Zufall Amalien von J... eine ſeiner weitläuftigen Verwandtinnen, aus der Ferne in die Hauptſtadt. Eine reizende Brünette. Er ſah ſie, und ward von ihrer vollendet ſchönen Geſtalt entzückt. Er prüfte, und die äuſſere Stille und Sanftheit ihres We⸗ ſens, ihr Hang zur Häuslichkeit, ſprachen ihn mächtig an. Er entdeckte ihr ſeine Neigung und ſeinen Lebensplan. Jeder Ton, den er


