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Erzählungen / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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14.

Der Prinz unterſchrieb Alles, was der Hof⸗ rath ihm vorlegte, und eilte dann ins Bett, um von Eharlotten zu träumen. Aber nein, er träumte nicht von Charlotten; er ſah ſich in einen azurblauen Aether verſetzt, von roſen⸗ farbenen Wölkchen begrenzt, aus deren jedem ein kleiner Engelskopf mit blauen Augen ihn anlächelte.

45.

Am andern Morgen begann die Unterſuchung gegen den Herrn Rentkammer⸗Direktor. Die willkührlichſten Erpreſſungen kamen ſogleich zum Vorſchein. Der Prinz ſaß dabei, in ſich gekehrt, der geheimen Schuld bewußt, und ſchwieg.

Abends ſchlich er ohne ſeinen Herrn Kollegen in den Garten. Charlotte hüpfte ihm entgegen. O ſchön, daß Sie Wort halten! rief ſie.

Zweifelten Sie daran, reizende Char⸗ lotte?

Nennen Sie mich doch Theodore; dieſen Namen höre ich lieber.

Warum das?

Je nun, weil ich ihn von unſn Erb⸗ prinzen erhalten habe.