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Erzählungen / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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die Mutter dieſer unſchuldigen Weſen von Ih⸗ nen erbittet.

Während dem war Theodor mit geſenktem Haupte neben der ſchönen Frau geſeſſen. Emmy war auf ſeine Kniee geſtiegen und hatte, den Kuchen in der rechten Hand, mit der linken, ihm unbewußt, ſeine Weſte aufgeknöpft, und ein brillantnes Kreuz ſprang von der Bruſt hervor.

Mein Gott, was iſt das? fuhr die Prä⸗ ſidentin auf. Jetzt erſt bemerkte Theodor den Vorgang, und verbarg den Orden.

In dieſem Augenblicke ließ ſich ihr Säugling im nächſten Zimmer hören.Verzeihen Sie mir, Herr wie ſoll ich Sie nennen? Meine Beſtürzung verzeihen Sie, mein Schrei⸗ hals ruft mich; im Augenblick

Der Prinz ſtand auf und nahm ſeinen Hut.

Gnädige Frau, ſagte er tiefbewegt, gelo⸗

ben Sie mir die tiefſte Verſchwiegenheit. Ich gelobe Ihnen, edles, treffliches Weib! ich ge⸗ lobe Ihnen dagegen Alles, Alles, was mir Gewiſſen und Pflicht erlauben; Alles, was ich vermag!

Hier ergriff er ihre Hand, drückte ſie an ſein Herz, und verſchwand.

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