Teil eines Werkes 
15. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Silber geſtickt. Der eine ſagte, er ſehe aus wie ein Affenführer, der alte Tafeldecker aber ſchwor, wo dieſer Kerl hinkomme, da fliegen alle Vögel vom Hauſe. Ich aber will nichts geſagt haben, weil der Herr Capitain mir etwas ganz Schönes geſchenkt hat. Mein Bräutigam, der Herr Loyd, hatte einen ſchönen braunen Rock an mit goldenen Lützen bordirt und obſchon er nicht ſo reich iſt, als die vornehmen Edelleute und Grafen, ſo iſt er doch von ſo guter Familie als der beſte Squeir in England, und hat auch etwas in die Milch zu brocken. Ihre ergebenſte Dienerin hatte einen ſeladongrünen geſprengelten Rock an und einen Romelockhut und großes Tupe und ſchöne Locken. Die Leute ſagten, ich ſey das rechte Muſter von der Lady Tikmanſtone, nur nicht ſo blaß; das glaube ich wohl, denn die Lady iſt ihre guten ſieben Jahre älter als ich; jetzt Jungfer Marie kommen unſere Leute nächſtens auseinander. Der Herr Milfart geht mit Dalliſons in's Bad und wir andern reiſen wieder nach Wales zurück, daß wir das heilige Chriſtfeſt in Brambletonhall feiern können. Wir werden die Zim⸗ mer mit den gelben Tabeten im dritten Stocke bewohnen, deßwegen

ſey ſie ſo gut und laß ſie meine Sachen hinaufbringen. Der Frau

Gwillin ſag ſie meinen ſchönen Gruß und hoffe, daß wir in Zu⸗ kunft auf einem höflichen Fuß mit einander leben. Da ich mit Hülfe des lieben Gottes höher zu Ehren gekommen bin, ſo wird ſie mir's nicht übel nehmen, wenn ich mich mit dem gemeinen Geſinde im Hauſe nicht mehr abgeben. Sie aber, Jungfer Jones, das weiß ich, wird immer höflich ſeyn und ſich in ihren Schran⸗ ken halten und ſo kann ſie ſich drauf verlaſſen, daß ich. ihr allzeit gewogen ſein werde und verbleibe

ihre geneigte Freundin W. Loyd.

Den 20. November.