Teil eines Werkes 
15. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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des wahren Vergnügens noch niemals in der Praxis ſo ausgeübt geſehen. Ich glaube aber auch in vollem Ernſte, daß man nicht leicht eine ſolche Anzahl Perſonen unter einem Dach verſammeln könnte, die glücklicher wären, als wir uns gegenwärtig fühlen.

Inzwiſchen muß ich Ihnen doch im Vertrauen ſagen, Tabby ſcheint Umſtände machen zu wollen. Ich kenne dieſe eigenthümliche Perſon ſchon ſo lange, daß ich alle Schlupfwinkel ihres Herzens auf's Genaueſte weiß und ihre Plänchen oft ſchon von Weitem merke, wenn ſie ſelbſt erſt im Entſtehen ſind. Sie hat aus keinem andern Grunde ihre Neigung auf Lismahago geworfen, als weil ſie an der Möglichkeit einer beſſeren Eroberung verzweifelte. Jetzt aber möchte ſie, wenn mich nicht alles täuſcht, ſehr gerne den Wittwenſtand des Herrn Baynard für ſich benutzen. Seit ſeiner Ankunft iſt ſie dem Lieutenant äußerſt froſtig begegnet, und ſucht ſich durch die übertriebenſte Höflichkeit im Herzen des Andern feſt⸗ zuangeln. Es müſſen dieß mehr inſtinktartige Naturtriebe ſeyn, die aus ihrer Conſtitution entſtehen, als Wirkungen einer deutlich bewußten Abſicht, denn die Unterhandlungen mit dem Lieutenant ſind ſchon ſo weit gediehen, daß ſie ſich weder mit gutem Gewiſſen noch mit gutem Namen zurückziehen könnte. Ueberdieß hat ſie von Baynard nichts Anderes als Gleichgültigkeit oder Abneigung zu erwarten, weil er viel zu geſcheidt iſt, um ſich je mit einer ſolchen Perſon einzulaſſen, und viel zu zärtlich, um im gegenwärtigen Augenblick überhaupt an eine neue Verbindung zu denken. In⸗ zwiſchen habe ich ſie vermocht, ihm gegen Hypothek viertauſend Pfund zu vier Prozent zu geben. Der junge Denniſon läßt es ſich gefallen, daß Liddy's Brautſchatz auf eben dieſe Art und in derſelben Abſicht angelegt wird. Auch ſein Vater will zu dieſem Zwecke eine Aktie von dreitauſend Pfund verkaufen. Der Pächter Bland hat ſich auf Wilſons Anſuchen zu zweitauſend Pfund anhei⸗ ſchig gemacht, und ſo muß ich ſelbſt wohl auch in meine Kaſſe greifen und das Fehlende herbeiſchaffen, um meinen Freund aus