Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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die Schranken des Anſtandes aus den Augen laſſen wollte, ſo wurde er nachdrücklich von dem Gaſtgeber zurechtgewieſen, der eine Art väterliche Gewalt über dieſe reizbaren Leutchen ausübte.

Der gelehrteſte Philoſoph von der ganzen Verſammlung, der wegen Atheismus von der Univerſität ausgeſtoßen wurde, iſt be⸗ reits ziemlich weit mit ſeiner Widerlegung von Lord Bolingbroke's metaphyſiſchen Werken, und ſeine Schrift ſoll eben ſo geiſtreich als orthodor ſeyn; zu gleicher Zeit aber ſchwebt ein Prozeß wegen öffentlicher Friedensſtörung gegen ihn ob, weil er an einem Sonn⸗ tag in einem Bierhaus gottesläſterliche Reden geführt hat. Der Schotte ertheilt Unterricht über die Ausſprache des Engliſchen und gibt ſeine Lectionen jetzt auf Subſeription heraus.

Der Irländer iſt ein politiſcher Schriftſteller und bekannt unter dem Namen Mylord Potatoe. Er hat eine Flugſchrift zur Vertheidigung eines Miniſters herausgegeben, in der Hoffnung, ſein Eifer werde ihm mit einer guten Stelle oder Penſion belohnt werden; als er aber ſah, daß man ihn ganz und gar vernach⸗ läßigte, ſo ſprengte er aus, die Schrift ſey von dem Miniſter ſelbſt, und ſchrieb eine Antwort auf ſein eigenes Machwerk. In dieſer redete er den Verfaſſer mit Mylord an, und zwar mit ſolcher Ernſthaftigkeit, daß das Publikum den Betrug hinunterſchluckte, und die ganze Auflage wegfaufte. Die weiſen Politiker der Haupt⸗ ſtadt erklärten, beide Werke ſeyen meiſterhaft geſchrieben, und freuten ſich über die läppiſchen Träumereien eines unwiſſenden Dach⸗ ſübchenſchmierers, als wären es die tiefſinnigſten Speculationen eines ergrauten, in alle Kabinetsgeheimniſſe eingeweihten Staats⸗ mannes. In der Folge ward dieſer Betrug entdeckt, und unſer irländiſcher Pamphletiſt hat von ſeiner angemaßten Wichtigkeit nichts mehr aufzuweiſen, als den Spottnamen Mylord und den oberſten Sitz am Tiſche in ſeiner Garküche im Schuſtergäßchen.

Mir gegenüber ſaß ein Piemonteſe, der das Publikum mit einer launigen Satyre, betitelt: Waage der engliſchen