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zurück und ließ den Türken in ſichtbarer Verlegenheit ſtehen. Nach einer kurzen Pauſe ſagte er indeß zu ſeinem Dollmetſcher etwas, deſſen Sinn ich zu erfahren ſehr neugierig war, weil er dabei mit Verwunderung und Andacht die Augen emporhob. Der redſelige Capitain, der ſich mit dem Dolmetſcher wie mit einem alten Be⸗ kannten unterhielt, befriedigte unſere Neugierde.„Ibrahim, der Geſandte, hat Seine Excellenz für Dero luſtigen Rath angeſehen, und kaum war er durch den Dollmetſcher aus ſeinem Irrthum ge⸗ bracht, als er ungefähr folgenden Seufzer ausſtieß: Heiliger Prophet, nun wundert's mich nimmer, daß es dieſer Nation ſo wohl ergeht, da ich ſehe, daß ſie nach dem Rathe der Blödſinni⸗ gen regiert wird! eine Art Menſchen, die jeder rechtgläubige Muſelmann als Organe der unmittelbaren göttlichen Eingebung verehrt.“ Ibrahim wurde mit einer beſondern Audienz beglückt, die nicht lange dauerte, worauf ihn der Herzog bis an die Thüre begleitete und dann zurückkehrte, um ſeine gnädigen Blicke über den Haufen ſeiner Verehrer ſchweifen zu laſſen.
Als Herr Barton vortrat, um mich Seiner Excellenz vorzu⸗ ſtellen, hatte ich das Glück, ſeinen Blick auf mich zu ziehen, noch ehe ich genannt war. Er kam mir alsald mehr als halbwegs entgegen, faßte mich bei der Hand und rief:„Mein wertheſter Sir Francis, das iſt ſehr gütig von Ihnen! Bei meiner Ehre, ich bin Ihnen im höchſten Grade verbunden— ſolche Aufmerkſamkeit gegen einen armen geſtürzten Miniſter— nun gut, wann gedenken Euer Excellenz unter Segel zu gehen? Haben Sie um Gottes⸗ willen recht Acht auf Ihre Geſundheit, und eſſen Sie unterwegs brav gekochte Pflaumen. Nach Ihrer köſtlichen Geſundheit aber bitte ich Sie, meine liebe Excellenz, auch für die fünf Nationen
zu ſorgen— unſere guten Freunde, die fünf Nationen— die Toryrories, die Maccolmacks, die Auto'theways, die Crickets, die Kieſhaws.— Nehmen Sie ihnen brav viel Matrazen mit, und
Branntwein und Wampum. Unterlaſſen Eure Excellenz ja nicht,


