Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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glücklich werden; allein mich däucht, es gehört noch etwas mehr dazu, um ſich die Liebe einer Dame von Verſtand und zar⸗ tem Gefühl zu gewinnen und zu erhalten, ein Etwas, das die Natur unſerm Freunde verſagt hat, und Liddy ſcheint auch dieſer Anſicht zu ſeyn. Wenn er ſich im Geſpräche an ſie wendet, ſcheint ſie nur mit Widerwillen auf ihn zu hören und vermeidet gefliſſent⸗ lich jede Gelegenheit zu einer Unterhaltung unter vier Augen. Allein ſo ſcheu ſie iſt, ſo zuvorkommend und ſogar zudringlich iſt unſere Tante. Fräulein Tabitha geht ihm mehr als bloß halb wegs entgegen. Sie verſteht den wahren Sinn ſeiner abgemeſſen höf lichen und widerlich ſüßen Complimente falſch, oder gibt ſich wenigſtens den Anſchein ſo. Sie zahlt ihm ſeine Höflichkeiten mit ungeheuren Zinſen heim, verfolgt ihn bei Tiſche mit ihrer Freundlich⸗ keit, alle ihre Reden ſind nur an ihn gerichtet, ſie ſeufzt, tändelt, liebäugelt und treibt mit ihrer abſcheulichen Affektation und Unver⸗ ſchämtheit den armen Hofſchranzen auf die höchſte Spitze ſeiner Gefälligkeit. Kurz, ſie ſcheint es darauf angelegt zu haben, Bar⸗ tons Herz förmlich zu belagern, und läßt ihre Artillerie mit ſo verzweifelter Hitze ſpielen, daß er am Ende wohl capituliren muß. Mittlerweile verſetzt ihn ſeine Abneigung gegen dieſe Amoroſa, zumal da er von Natur furchtſam iſt, er möchte Jemand beleidi⸗ gen, in eine Art Verlegenheit, die höchſt luſtig anzuſehen iſt. Vor zwei Tagen beredete er meinen Oheim und mich, mit ihm nach St. James an den Hof zu gehen, und verſprach, uns da⸗ ſelbſt mit allen großen Männern des Königreichs bekannt zu machen; wirklich trafen wir dort auch eine anſehnliche Verſammlung von ausgezeichneten Charaktern, denn es war gerade große Gala. Unſer Wegweiſer erfüllte ſein Verſprechen mit anerkennungswerther Pünktlichkeit. Er zeigte uns beinahe alle wichtigeren Perſonen beiderlei Geſchlechts, wobei er ihren Namen gewöhnlich einige panegyriſche Redeblumen voranſchickte. Als er den König heran⸗ nahen ſah, ſagte er:Da kommt er, der liebenswürdigſte Regent,