Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
Einzelbild herunterladen

132

Sie ihm das Zeugniß geben, daß er ehrlich und nüchtern iſt; und äußert er ſich unverſchämt über die Familie, ſo geben Sie ihm noch ein paar Guineen auf Rechnung Ihres ſtets ergebenen Dieners Matthias Bramble. London, den 29. Mai.

An Mliß Lätitia Willis in Gloureſter. Meine liebſte Letty!

Ihr Schreiben vom 25ſten, das ich geſtern Abend durch die Putzmacherin Brenntwood von Glouceſter erhielt, hat mir unbe⸗ ſchreiblich viel Vergnügen gemacht. Es freut mich herzlich, daß meine würdige Pflegmama ſich wohl befindet, noch mehr aber, daß ſie ihrer armen Liddy nicht mehr böſe iſt. Es thut mir Leid, daß Sie die Geſellſchaft der angenehmen Miß Vaughan verloren haben, doch werden Sie hoffentlich die Abreiſe Ihrer Schul⸗ freundinnen nicht lange mehr zu bedauern haben, denn ich zweifle nicht, daß Ihre Eltern Sie demnächſt in die große Welt einführen werden, wo Sie vermöge Ihrer hervorragenden Eigenſchaften eine ausgezeichnete Rolle zu ſpielen berufen ſind. Wenn dieß geſchieht, ſo hoffe ich, daß wir wieder zuſammenkommen, bei einander glücklich ſeyn, und das Band der Freundſchaft, die wir in unſern zarten Jahren geſchloſſen, noch mehr befeſtigen werden. Ich für meine Perſon kann es wenigſtens verſprechen; ich werde meine Kräfte dafür aufbieten, daß unſere Vertraulichkeit ſo lange währt als unſer Leben.

Seit fünf Tagen ſind wir nun in London und haben von Bath her eine angenehme Reiſe gehabt. Zwar ſind wir einmal umgeworfen worden, auch ſind einige andere Kleinigkeiten vorge⸗ fallen, die beinahe ein Mißverſtändniß zwiſchen Oheim und Tante

„