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ſchien ſeine dreißig Jahre auf dem Rücken zu haben, ging ſehr krumm, war ziemlich lang, hatte ſtarke Knochen, ein gelbes Ge⸗ ſicht und eine wollene Nachtmütze auf dem Kopfe; den Rock hatte er abgeworfen, um in der Behendigkeit ſeiner Bewegungen nicht gehindert zu werden. Als er einen wildfremden Menſchen nur ſo ohne alle Anmeldung hereintreten ſah, gürtete er ſchnell ein lan⸗ ges eiſernes Schwert um, trat mit der Entſchloſſenheit eines kale⸗ kutiſchen Hahns auf mich zu und ſagte in ächt irländiſchem Tone zu mir:„Mein Herr, Sie mögen nun heißen wie Sie wollen, auf Ehre und Seligkeit, Sie ſollen mir ſehr lieb ſeyn, wenn Sie als Freund kommen, und ich glaube bei Gott, Sie müſſen mein Freund ſeyn, da ich bis jetzt noch nie das Vergnügen gehabt habe, Sie zu ſehen, und Sie ganz wie ein Freund ohne alle Umſtände und Complimente da herein treten.“ Ich ſagte ihm, die Natur mei⸗ nes Beſuchs laſſe nicht viele Umſtände zu; ich ſey gekommen, um ihn zu bitten, er möchte doch etwas leiſer ſeyn, indem ſich unten ein kranker Herr befinde, den er kein Recht habe, durch ſolch ein unſinniges Getöſe zu beunruhigen.„Ei, ei,“ erwiederte das Ori⸗ ginal,„nehmen Sie ſich in Acht, junger Herr, denn bei einer andern Gelegenheit möchte ich Sie höflichſt erſuchen, mir über das harte Wort unſinnig näher Rede zu ſtehen. Doch Alles hat ſeine Zeit!“ So ſprechend lief er mit großer Behendigkeit an mir vorüber, rannte die Treppe hinab, und verlangte von unſerm Be⸗ dienten, der vor dem Speiſeſaale ſtand, er ſolle ihn bei dem frem⸗ den Herrn einführen. Der Kerl hielt es nicht für rathſam, eine ſolch furchtbare Geſtalt abzuweiſen; der Tanzmeiſter wurde alſo ſogleich eingelaſſen und redete meinen Oheim mit folgenden Wor⸗ ten an:„Gehorſamſter Diener, lieber Herr. Ich bin nicht ſo un⸗ ſinnig, wie Ihr Sohn es nennt, daß ich nicht die Regeln der Höflichkeit wüßte. Ich bin ein armer Edelmann aus Irland; mein Name iſt Sir Ulie Mackilligut, aus der Grafſchaft Galway. Da wir Hausgenoſſen find, ſo komme ich, Ihnen meinen Reſpekt


