Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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aller Naſen überſchattet, und der jammervolle, leidenſchaftliche Ton, womit er dieſen unglückſeligen Zufall erzählte, machte uns allen tauſend Spaß. Es freute mich ſehr, das Urbild von einem Charakter anzutreffen, über den Sie und ich ſchon ſo oft in der Beſchreibung gelacht haben, und was mich allein wundert, iſt, daß die Farben in dem Gemälde, das man von ihm gemacht, eher zu ſchwach als zu ſtark aufgetragen waren.

Da ich noch allerhand zu ſagen habe, dieſer Brief aber be⸗ reits bis zu einer gewiſſenloſen Länge angewachſen iſt, ſo will ich Ihnen jetzt ein Bischen Ruhe vergönnen, und erſt bei der nächſten Poſt wieder beſchwerlich fallen. Sehr freuen ſoll es mich, wenn Sie dieſe doppelten Streiche recht bald wieder heimgeben

Ihrem H. Melford.

An denſelben. Bei der heißen Quelle, den 20. April. Mein lieber Freund!

So eben ſetze ich mich an mein Schreibepult, um die Dro⸗ hung am Schluß meines Letzten auszuführen. Ehrlich geſtanden, ich bin mit einem Geheimniſſe ſchwanger und ſehne mich nach der Entbindung. Es betrifft meinen Vormund, den wir, wie Sie wiſſen, jetzt hauptſächlich im Auge haben.

Vor einigen Tagen meinte ich ihn auf einem Nebenwege des ſchwachen Fleiſches ertappt zu haben, der ſich für ſein Alter und ſeinen Charakter durchaus ſchlecht ziemen würde. Es iſt ein ſitt⸗ ſames Weibchen hier, nicht unangenehm von Perſon, die alle Tage nach der Quelle kommt, und ein armes, ausgezehrtes Kind mit ſich bringt, dem die Schwindſucht am Leben nagt. Mehrmals hatte ich meines Onkels Augen mit einem bedeutenden Ausdruck im Blicke auf dieſe Perſon geheftet gefunden, und ſo oft er merkte, daß man ihn beobachtete, wandte er ſich heftig und ſichtlich betre⸗