Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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von lauter Originalen gerathen, die ich Ihnen vielleicht einmal zur Beluſtigung zu beſchreiben verſuchen werde. Meine Tante, Miß Tabitha Bramble, iſt eine Jungfer von fünfundvierzig Jahren, außerordentlich geziert, eitel und lächerlich. Mein Onkel iſt ein ganz eigenthümlicher Kauz, auffahrend und ſo ungefällig, daß ich lieber alle Anſprüche auf ſeine Erbſchaft aufgeben, als lange in ſeiner Geſellſchaft zubringen möchte. Vielleicht mag ihn aber auch blos ſein Podagra ſo ſauer ſtimmen, und wohl möglich, daß er mir bei näherer Bekanntſchaft beſſer gefällt. So viel iſt gewiß, daß ſeine ganze Dienerſchaft und alle ſeine Nachbarn auf dem Lande eigentlich in ihn verliebt ſind, und dieß geht ſogar bis zu einem gewiſſen Grad von Enthuſiasmus, deſſen Grund ich aber vor der Hand nicht begreifen kann. Empfehlen Sie mich den Herren Griffy Price, Gwin, Manſel, Baſſet und allen meinen übrigen Orforder Freunden. Grüßen Sie in meinem Namen die Aufwärterin, deßgleichen die Köchin, und halten Sie meinen armen Ponto gut aus Liebe zu ſeinem alten Herrn, welcher iſt und bleibt Glouceſter, den 2. April. Ihr aufrichtiger Freund und ergebenſter Diener Hieronimus Melford.

An Madame Jermyn in Gloureſter. Theuerſte Madame!

Da ich keine Mutter mehr habe, ſo hoffe ich, Sie werden mir erlauben, daß ich mein armes Herz gegen Sie ausſchütte, denn Sie find mir ja von dem Aungenblick, da ich unter Ihre Aufſicht geſtellt wurde, beſtändig eine gütige Mutter geweſen. Gewiß, ja gewiß wird meine theuerſte Pflegemama mir glauben, wenn ich Sie verſichere, daß ich niemals einen Gedanken gehegt habe, der anders als tugendhaft geweſen wäre, und wenn Gott mir Gnade ver⸗ leihen will, ſo werde ich mich niemals ſo aufführen, daß die Sorgfalt, die Sie auf meine Erziehung verwendet haben, dem