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Unglück begeben hatte, und zeigte ihm die Perſon, die den Abdruck der Zeche mit ſich herumtrug. Kaum hatte der Burſche dicſe Nach⸗ richt erhalten, als er einige ſeiner Collegen zu Hülfe rief, und dem Schuldigen nachſetzte. Peregrine bat indeß ſeine Geſellſchaft, auf dieſe Scene Acht zu haben. Der Aufwärter ſagte zum Stutzer, er habe ihm einen Theil ſeiner Rechnung mitgenommen, und er erſuche ihn, wieder umzukehren, damit er die Zeichen auf ſeinem Haarbeutel mit den Fragmenten auf dem Pfeiler vergleichen könne.
Der Franzos, der gar kein Engliſch verſtand, glaubte anfangs, da er ſich von dieſem Burſchen auf eine ſehr muthwillige Art ange⸗ redet ſah, ſowohl dieſer als ſeine Cameraden wären in der Abſicht gekommen, ihn zu beſchimpfen, weil er ein Fremder ſey. Daher hielt er es für ſeine Schuldigkeit, die Würde ſeiner Nation zu be⸗ haupten; er fing an, in ſeiner Mutterſprache den Ton hoch zu ſtimmen, und legte, um ſeinen Worten Nachdruck zu geben, in ſehr drohender Stellung Hand an den Degen. Allein die Verbündeten ſtürzten auf ihn zu, verſicherten ſich ſeiner Arme und führten ihn durch eine Reihe Volks zurück, das ſich auf beide Seiten geſtellt hatte und über ſeine Gefangenſchaft herzlich lachte.
Der Fremde glaubte jetzt, er habe gegen die engliſchen Ge⸗ ſetze verſtoßen, und ſey deßhalb verklagt und in Haft genommen wor⸗ den. Er betheuerte unter den poſſierlichſten Aeußerungen der Furcht, daß er von dem Verbrechen, um deſſentwillen man ihn feſtgenom⸗ men hätte, ganz und gar nichts wüßte, und daß er ganz unſchul⸗ dig wäre.
Nachdem man ihn zu ſeinem vorigen Platz zurückgeführt hatte, ſtellte man ihn mit dem Rücken an den Pfeiler. Die getrennten Theile der Zeche paßten ſo genau in einander wie ein Paar Kerb⸗ hölzer. Auf dieſe Weiſe gelang es, die Rechnung zuſammenzufügen. Als dieß geſchehen war, ließen ſie ihren Gegner wieder los, der ſich mit dem Angſt⸗ und Jammergeſicht der Erwartung unter ihren Hän⸗ den befunden und allen Zuſchauern viel Vergnügen gemacht hatte.


